11. August 2011

Fraktion DIE LINKE. im Erfurter Stadtrat fordert akustische Warnsignale, welche vor herannahenden Straßenbahnen warnen

DIE LINKE im Stadtrat von Erfurt fordert eine Berichterstattung über die Hintergründe und Ursachen des Verkehrsunfalls vom 28. Juli in der Magdeburger Allee. Darüber hinaus soll die Stadtverwaltung prüfen, inwieweit alle Warnblinksignale, welche vor herannahenden Straßenbahnen warnen, durch akustische Signale ergänzt werden können. 

Mit dem Verkehrsunfall an einer Kreuzung in der Magdeburger Allee vom 28. Juli beschäftigte sich am 5. August eine Auswertungsrunde, die sich aus EVAG, Stadtentwicklung und Polizei zusammensetzte. „Ich verstehe das Anliegen, diese Auswertung abseits der Öffentlichkeit vorzunehmen. Jedoch haben die Menschen in Erfurt das Recht zu erfahren, welche Konsequenzen die Stadtverwaltung aus den Ursachen und Hintergründen des Unfalls zieht. Solch ein Unfall darf sich in Erfurt nicht wieder ereignen“, so Matthias Plhak, Stadtrat der Linken und Vorsitzender des Ausschusses für Bau und Verkehr. „Insbesondere ältere und sehbehinderte Menschen haben Schwierigkeiten die Warnblinksignale rechtzeitig wahrzunehmen. Deshalb beantragen wir zu prüfen, unter welchen Voraussetzungen diese Blinksignale durch akustische Warnsignale ergänzt werden können“, so Plhak weiter. Vor allem an unübersichtlichen und schmalen Übergängen bestehe ein erhebliches Unfallrisiko. Diesem ist am 28. Juli in der Magdeburger Allee eine 75-Jährige Frau zum Opfer gefallen, die beim überqueren der Gleise vermutlich das Wechselblinklicht nicht bemerkt hat und von einer Straßenbahn erfasst wurde. Die Frau erlag wenig später im Krankenhaus ihren Verletzungen.