25. November 2011

Alternative Verkehrsführungen - eine Chance für Erfurt

Auf der Novembersitzung des Erfurter Stadtrates hatte die Fraktion DIE LINKE. im Erfurter Stadtrat einen Antrag zur Erarbeitung eines Konzeptes zur alternativen Verkehrsführung vorgelegt. „Mit diesem Antrag hätte schon bald das nervige Warten an überflüssigen Ampeln mancherorts der Vergangenheit angehören können.“ sagte Matthias Plhak, Stadtrat und Ausschussvorsitzender des Ausschuss Bau und Verkehr. „Viele größere Städte stellen derzeit ihre Ampelanlagen auf den Prüfstand. Städte wie etwa Köln oder München treiben die Abrüstung bereits aktiv voran.“ so Plhak weiter.

 

 

Gründe hierfür seien die zu hohen Unterhaltungskosten und leere Stadtkassen. Plhak meint, dass mit der Erarbeitung des Konzepts nicht nur eine Kostenreduzierung bei der Wartung und Instandhaltung der überalterten Ampelanlagen erfolgen könne, sondern auch ein effektiver Nutzen für die Autofahrer auf den Erfurter Straßen entstehen werde. Alternative Lösungen würden zu Kraftstoffeinsparungen führen und den Fahrern Zeit und Nerven sparen. Positive volkswirtschaftliche Effekte wären realisierbar. "Gerade weil wir tagtäglich feststellen müssen, dass ein fließender Verkehr insbesondere in der Rush-Hour nicht gewährleistet ist, wäre es die Aufgabe der Stadt gewesen, über Alternativen nachzudenken", setzt der stellvertretender Fraktionsvorsitzende der LINKEN fort. „Leider mussten wir feststellen, dass die festgefahrenen Ressentiments in den anderen Fraktionen zu groß sind, um einmal mehr über den eigenen Tellerrand hinaus zu schauen.“ Plhak äußerte abschließend, dass nicht mehr Ampeln sind notwendig seien, sondern eine Verkehrsführung, die lange Staus verhindern hilft und den Verkehr – auf niedrigem Geschwindigkeitsniveau – flüssig hält. Dies senke den Kraftstoffverbrauch, erhöhe die Sicherheit, verringere die Unfallzahlen und belaste die Umwelt weniger. "Stop And Go war gestern" ,so Plhak. Er fügte an, in der Beantragung der Konzeption gehe es keineswegs nur um Kreisverkehre. Nicht zu vergessen seien auch andere Systeme wie Übergänge, Rechts-Vor-Links-Verkehr und mehr. Alles Vorschläge, die sich mindestens in den Ortschaften und Räumen um Erfurts Zentrum herum anbieten würden. Eine der positiven Folgen wäre die Reduzierung des Schilderwalds an unseren Straßen.