10. August 2012

Wahl eines ehrenamtlichen Seniorenbeauftragten in Erfurt auf dem Wege - Karola Stange (DIE LINKE.): Persönlichkeit muss sowohl breite Akzeptanz als auch starkes Durchsetzungsvermögen besitzen

 

Am Montag, dem 13.08., wird sich der Seniorenbeirat Erfurt in seiner nächsten Sitzung mit den Vorbereitungen zur Wahl eines ehrenamtlichen Seniorenbeauftragten befassen. Eingeladen sind nicht nur die Mitglieder des Gremiums, sondern auch je ein Vertreter der delegierenden Vereine, Verbände und Parteien. Man wolle den Personalvorschlägen des Beirats eine breite Basis geben, so Gudrun Stübling in der Einladung. Laut § 4 Abs 1 des beschlossenen Thüringer Seniorenmitwirkungsgesetzes (ThürSenMitwG) kann von den Kreistagen und Stadträten der kreisfreien Städte jeweils ein ehrenamtlicher Seniorenbeauftragter gewählt werden. In den kreisfreien Städten hat der Seniorenbeirat ein Vorschlagsrecht.

 

Die Fraktion DIE LNKE. hatte das Projekt mit einem Antrag im Stadtrat am 26.06. ins Rollen gebracht. "Wir sind zwar immer noch vehement der Auffassung, dass Seniorenbeauftragte mit einem derart riesigen Aufgabenbereich wie in der Landeshauptstadt auf jeden Fall hauptamtlich tätig sein müssten, aber unser diesbezüglicher Vorschlag fand seinerzeit im Stadtrat leider keine Mehrheit", äußert sich Karola Stange, sozialpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Stadtrat und setzt fort: "Dennoch stimmt es uns optimistisch, dass nunmehr überhaupt durch unseren zweiten Antrag im Juni ein Seniorenbeauftragter installiert werden soll, wenn auch ehrenamtlich." In der Tat schlägt der Antrag der LINKEN vor, in der Septembersitzung des Stadtrates einen ehrenamtlichen Seniorenbeauftragten durch die Räte wählen zu lassen.  Die Linksfraktion verlangt allerdings, dass die oder der Seniorenbeauftragte "mit einem ihrem/seinem umfassenden Aufgabenfeld entsprechenden materiellen Ausstattung versehen werden" sollte. "Dazu gehören unter anderem eine Geschäftsstelle (evtll. innerhalb Kompetenzzentrum), ein erreichbarer Sachbearbeiter (1 VbE) und die notwendige Kommunikationstechnik.", was mit Sicherheit zu weiteren Diskussionen führen wird. Die Stadträte verwiesen in der Junisitzung den Antrag in die Ausschüsse. Nunmehr schreitet also der Seniorenbeirat zur Tat. Zur Wahl des Seniorenbeauftragten meint Frau Stange: "Es muss sich meines Erachtens um eine Persönlichkeit handeln, die sowohl in der Bevölkerung eine breite Akzeptanz als auch ein starkes Durchsetzungsvermögen in Bezug auf die Stadtverwaltung besitzt, um die Interessen aller Seniorinnen und Senioren Erfurts vertreten zu können."