17. Dezember 2014

Mehr öffentliche Diskussionen und öffentliche Räume

 

Presseerklärung des Vorsitzenden des Ausschusses für Bauen und Verkehr, Herrn Stadtrat Matthias Bärwolff, zum heutigen Beschluss des Stadtrates Erfurt zum Komplexprojekt Rathausbrücke

DIE LINKE setzt sich für eine breite öffentliche Diskussion über die Zukunft der Rathausbrücke und insbesondere der Breitstrominsel ein. Anlass zur aktuellen Debatte sind die Pläne der Stadt die Rathausbrücke zu sanieren und auch die Breitstrominsel in die Neugestaltung einzubeziehen. Nach der Einwohnerversammlung am vergangenen Montag hat der Stadtrat nun eine Trennung der Sanierung der Rathausbrücke und der Neugestaltung der Breitstrominsel beschlossen, da deutlich geworden ist, dass es hier noch viel Gesprächsbedarf von Seiten der Anwohnerinnen und Anwohner gibt.

Bei der Gestaltung der Breitstrominsel geht es für DIE LINKE darum, diesen öffentlichen Raum als solchen auch allen Erfurterinnen und Erfurtern zugänglich zu machen. Dabei sind die Interessen der Anwohnerinnen und Anwohner zu berücksichtigen. Sie sollen bei der Planung und Gestaltung einbezogen werden.

Ein weiteres Thema der Diskussion über die Rathausbrücke sind die geplanten Baumfällungen. Im Rahmen der Sanierung müssen die Bäume, die an den Widerlagern der beiden Brückenteile stehen, gefällt werden. Eine Sanierung der Brücke, die auf eine Fällung gänzlich verzichtet, ist nach Erläuterungen im Ausschuss für Bau und Verkehr nicht möglich, da die Widerlager selbst nicht saniert werden können und daher abgebrochen werden müssen. Dies geht aber mit einer Schädigung der Wurzelwerke der Bäume einher, die diese kaum überleben können.

Für DIE LINKE ist die Festschreibung von Neupflanzungen an der Rathausbrücke von zentraler Bedeutung. So soll der besondere Charakter dieses Stadtraums erhalten werden. Ob die 5 Bäume der südlichen Breitstrominsel gefällt werden müssen ist unterdessen zweifelhaft. Dies häng von den weiteren Planungen für die Insel ab. DIE LINKE setzt sich dafür ein, dass die Insel zukünftig begehbar und somit ein kleines Uferstück der Bevölkerung zur Verfügung gestellt wird. Sollten die Bäume auf der Breitstrominsel gefällt werden müssen, ist auch hier unbedingt für Ersatz zu sorgen.<xml></xml>