20. August 2015

Erfurt kein Spielplatz für Nazis – Gegen "Die Rechte" auf dem Anger

Am kommenden Samstag will "Die Rechte" zwischen 12 und 14 Uhr auf dem Erfurter Anger gegen "Massenzuwanderung" eine Kundgebung veranstalten. Wie am vergangenen Montag bei "Thügida" ist es auch hier wichtig, dass die Erfurter Zivilgesellschaft deutlich macht, dass für rassistische Hetze in unserer Stadt kein Platz ist.

Durch den zunehmend offen rassistischen Diskurs der "Asylkritiker" und "besorgter Bürgerinnen und Bürger", der auch durch Vertreter sogenannter Volksparteien, vor allem von CDU und CSU, befeuert wird, treten auch Rechtsradikale und Nazis immer selbstbewusster auf. Zugleich findet im Moment in der rechtsradikalen Szene im Angesicht schwächelnden NPD ein Kampf zwischen den verschiedenen Gruppen und Parteien um die führende Position statt. Zusammen führt dies zu einer weiteren Radikalisierung und zusätzlichem Aktionismus, was auch an dem erheblichen Anstieg von Straftaten mit rechtsradikalem Hintergrund abzulesen ist.

In diesem Wettbewerb um den Status als radikalste und aktionistischste Gruppe scheint Erfurt zunehmend Kampfplatz zwischen den verschiedenen Fraktionen der rechtsradikalen Szene in Thüringen zu werden. Darum ist es besonders wichtig, dass alle Demokratinnen und Demokraten auch am Samstag ein Zeichen gegen Hass und Menschenverachtung setzen, um zu zeigen das Erfurt kein Spielplatz für Rechtsradikale, Rassisten und Nazis ist – egal unter welchem Label sie auftreten mögen.