22. September 2015 Torsten Kamieth

Hassreden entgegentreten

Wie die Demonstration am vergangen Mittwoch zeigte hat die AfD keine Probleme damit neben sogenannten "besorgten Bürgen" auch den offenen Schulterschluss mit Stadtbekannten Nazis und Rassisten zu suchen. Die für den morgigen Mittwoch angemeldete Demonstration zeigt, dass sich diese Zusammenarbeit verstetigen soll.

 

In einer immer aggressiveren und von offenem Rassismus geprägtem gesellschaftlichen Debatte gegenüber Menschen die vor Tod und Elend geflüchtet sind ist es gerade jetzt für die Zivilgesellschaft in Erfurt wichtig, sich gegen die Menschenfeindlichkeit und rassistische Hetzte zu stellen.

 

Die Menschen die vor Krieg, Tot und Elend fliehen brauchen unsere Solidarität und ein offenes Angebot zur Integration. Dazu gehört für uns eine Erleichterung zur Arbeitsaufnahme für die Geflüchteten. Perspektivisch muss es ermöglicht werden, die Unterbringung in Wohnungen dezentral zu organisieren, um dadurch menschenwürdige Lebensverhältnisse zu ermöglichen. Ich danke ausdrücklich der Stadtverwaltung Erfurt und allen ehrenamtlich Aktiven, die die Flüchtlinge mit ihrem Engagement bisher unterstützt haben.

Es ist weiterhin in Erfurt und dem gesamten Land wichtig, den Geflüchteten zu helfen und sich dem offenen Rassismus der AfD und Anderer entschlossen entgegen zu stellen.

Ich rufe die Erfurter Zivilgesellschaft auf, sich an den Gegenprotesten zu beteiligen

 

Folgende Veranstaltungen gegen den rassistischen Aufmarsch sind für Mittwoch angemeldet:

1. Los gehts um 16:30 Uhr mit einer Demonstration auf dem Anger gegen die Verschärfung des Asylrechts

2. Die Linksjugend['solid] mobilisiert ab 17:30 Uhr Ecke Malzgasse/Regierungsstr.

3. Die Erfurter Jusos werden, wie bereits bekannt, ab 17:30 Uhr am Hirschgarten, direkt bei der Staatskanzlei, sein.