29. April 2016 Hassan Metwally

Sozialticket

"Arbeiter und Angestellte, Schüler, Erwerbslose und Senioren – wir alle sind auf Mobilität angewiesen, aber das zu bezahlbaren Preisen. Deshalb brauchen wir das Sozialticket auch weiterhin in Erfurt!" sagt Matthias Bärwolff, Fraktions vorsitzender der LINKEN im Erfurter Stadtrat. "DIE LINKE hat in Erfurt dafür gekämpft, dass es ein Sozialticket gibt und seitdem haben wir es im Interesse vom Erfurterinnen und Erfurtern mit niedrigem Einkommen verteidigt", erklärt Bärwolff weiter. Das Sozialticket in Erfurt steht als freiwillige Aufgabe der Stadt Erfurt bei knappen Kassen regelmäßig vor dem Aus. Bislang hat DIE LINKE in Erfurt immer dafür sorgen können, dass die Fahrt mit Straßenbahn und Bus auch für diejenigen bezahlbar bleibt, die für niedrige Löhne arbeiten, kleine Renten haben oder ganz und gar arbeitslos sind. Auch für das laufende Jahr konnte das Sozialticket noch nicht durchgehend gesichert werden. "Dass der Oberbürgermeister das Sozialticket im Frühjahr 2016 ausgesetzt hat und die Wiedereinsetzung sich so lange hinzog hat für viel Unsicherheit und Wut bei den Betroffenen gesorgt" schildert der linke Stadtrat die Lage. Bärwolff will das Sozialticket zu einem regulären Ticket der EVAG und des Verkehrsverbund Mittelthüringen (VMT) machen, sodass die Kunden des öffentlichen Nahverkehrs auf ein stabiles Angebot zugreifen können. Dasselbe Problem haben auch die Städte Jena und Weimar, wo Sozialtickets ebenfalls als freiwillige Leistungen immer wieder von Kürzungen bedroht sind.