23. Oktober 2017 Karola Stange

Siemens: Alle Standorte müssen erhalten bleiben!

Karola Stange, sozialpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Stadtrat Erfurt und zugleich Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft und Beteiligungen bekundet der Belegschaft des Siemens Generatorenwerkes Erfurt ihre Solidarität und setzt sich für den Erhalt des Standortes Erfurt ein.
Karola Stange erklärt hierzu: „Das Erfurter Generatorenwerk läuft auf Volllast. Die hohe Nachfrage, die Breite der möglichen Produktion und die flexible Aufgabenerfüllung im Werk lassen in keiner Weise ökonomisch erkennen, warum sich Siemens von diesem wichtigen Standbein trennen will. Die 700 Beschäftigten und hunderte weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Zulieferbetrieben erwarten zu recht, dass sich Siemens seiner Verantwortung stellt und statt über Verkäufe über entschiedene Standortsicherung nachdenkt. Ich danke unserem Ministerpräsidenten Bodo Ramelow, der sofort nach dem Bekanntwerden sich schriftlich an den Siemensvorstand gewandt hat. Unsere volle Solidarität gilt den Kolleginnen und Kollegen der betroffenen Siemens-Standorte, insbesondere natürlich dem Siemens-Generatorenwerk in Erfurt!“
 „Es ist bezeichnend, dass erfolgreiche ostdeutsche Fabrikationsstandorte wie Erfurt zugunsten von nicht ausgelasteten Werken in Nordrhein-Westfalen geschlossen werden sollen. Solche Bewegungen kennen wir aus den vergangenen 25 Jahren leider viel zu oft. Deshalb gilt es, über Partei- und Landesgrenzen hinweg zusammenzustehen, um der Marginalisierung ostdeutscher Industriearbeitsplätze etwas entgegenzusetzen.“, so Stange weiter.
Für die nächste Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft und Beteiligungen am 09.11.2017, hat Karola Stange den Oberbürgermeister Andreas Bausewein aufgefordert, über die Situation des Siemens-Generatorenwerkes Erfurt zu informieren.
Auch die Koalitionsfraktionen DIE LINKE, SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Thüringer Landtag  haben für die kommende Plenarsitzung eine gemeinsame Aktuelle Stunde zur Situation des Siemens-Generatorenwerkes Erfurt eingereicht.