21. Januar 2018 Dr. Steffen Kachel

Gedenken an Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht

Fotos: Thomas Engel

Mitglieder und Anhänger der Erfurter LINKEN sowie anderer linker Parteien folgten am Wochenende dem Aufruf zum jährlichen Gedenken an die Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht vom 15. Januar 1919. Die Gedenkrede für die LINKE hielt in diesem Jahr der Stadtvorsitzende Dr. Steffen Kachel. Er stellte vor allem den Kampf gegen den Krieg und die Standhaftigkeit heraus, mit der sich beide sozialistischen Politiker der anwachsenden nationalistischen Stimmung vor und zu Beginn des Ersten Weltkrieges entgegenstemmten. Auf ihr Beispiel antworteten die Herrschenden zuerst mit Verhaftung. Dann, als der Ausbruch der Novemberrevolution den Krieg beendete, den Kaiser stürzte und sogar das kapitalistische System bedrohte, wurde eine Pogromhetze gegen die prominenten Linken erzeugt und es kam zum Mord. Das Beispiel von Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg zeigt, wie wichtig es ist, rechtzeitig gegen Nationalismus und Militarismus aktiv zu werden, und wie das Beispiel einzelner viele mitreißen kann. Auch heute wieder gilt es, ein Abrutschen des Zeitgeistes und der Gesellschaft nach rechts zu verhindern und dafür brauchen wir wieder den Mut von vielen und auch Menschen, die sich einfach trauen und voran gehen.