8. Mai 2017 Dr. Steffen Kachel

Gedenken zum Tag der Befreiung

Seit Jahren laden die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/Bund der Antifaschisten, die Deutsch-russische Freundschaftsgesellschaft und die deutsch-amerikanische Gesellschaft die Erfurterinnen und Erfurter sowie die städtische und die Landespolitik ein, am 8.Mai gemeinsam der Befreiung Europas vom Hitlerfaschismus zu gedenken. Auch in diesem Jahr gedachten etwa 100 Menschen am 8.mai auf dem Hauptfriedhof vor dem sowjetischen Ehrenmal der Leistungen der alliierten Soldaten, der Partisanen und Widerstandskämpfer, die in allen Ländern Europas unter Einsatz und oft auch unter Verlust des eigenen Lebens kämpften und mit dem Bestehen der faschistischen Diktatur auch den Krieg beendeten. Der 8.Mai, so betonte Elke Pudszuhn, Landesvorsitzende des VVN/BdA,  in ihrer Gedenkrede, ist der Tag, an dem wir innehalten und an die Millionen Opfer erinnern, die dieser Kampf, vor allem auch auf Seiten der Menschen der Sowjetunion, kostete, die die Hauptlast im Krieg gegen Hitlerdeutschland trug. Diesen Opfern führen wir uns in tiefer Dankbarkeit verbunden, und sie sind es, die uns mahnen, Faschismus und Krieg nie wieder zuzulassen. Auch heute, 72 Jahre danach, gehe es darum, dass sich Menschen in ihrer Unterschiedlichkeit aushalten und wertschätzen und überhaupt den Krieg als Mittel zur Lösung von Problemen abzulehnen.

Worte des Gedenkens und Erinnerns sprachen auch das russische Generalkonsulat in Leipzig, der russische Veteranenverband, die deutsch-amerikanische Gesellschaft und die Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Sehr zum Nachdenken regte eine Vertreterin der deutsch-russischen Gemeinschaft an, indem sie formulierte: wenn die nachfolgenden Generationen die Geschichte vergessen würden, sei ein dritter Weltkrieg hoch wahrscheinlich.