29. Juni 2011

Unterstützung für Initiative „Pro Fahrstuhl im Schloss Friedenstein“

Scharf kritisiert die LINKE die durch das Thüringer Kultusministerium vorgenommene Streichung der für das Schloss Friedenstein in Gotha vorgesehenen 750.000 Euro im Etat der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, mit denen ein barrierefreier Zugang hergestellt werden sollte.

„Herr Matschie ignoriert damit die notwendige Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in Thüringen und verschiebt den beabsichtigten Einbau des Personenaufzugs auf den Sankt Nimmerleinstag“, erklärt Karola Stange, behindertenpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Thüringer Landtag. Erst stehe der Minister bei der Umsetzung der Rahmenbedingungen für die inklusive Bildung auf der Bremse, jetzt seien es die bereits bewilligten Gelder für einen barrierefreien Zugang zum Schloss Friedenstein.

Derzeit wird der durch verschiedene Arbeitsgruppen entwickelte Aktionsplan zur Umsetzung der Behindertenrechtskonvention für Thüringen durch die einzelnen Landesministerien erstellt. „Barrierefreiheit darf nicht vor dem Kino oder an der Theaterkasse enden. Menschen mit Behinderungen, Senioren und Familien sollen ohne Hindernisse und gleichberechtigt mit anderen an Kunst-, Kultur-, Sport-, Freizeit- und Tourismusaktivitäten teilnehmen können“, fordert Frau Stange.

 

Der Protest des Kreisverbandes der Behinderten Gotha e.V. wird auch durch die Gothaer Wahlkreisabgeordnete der LINKEN, Martina Renner, dezidiert unterstützt ebenso wie die Petition des Kreisverbandes  „Pro Fahrstuhl im Schloss Friedenstein Gotha“.

 

Zudem wendet sich Karola Stange mit einer Mündlichen Anfrage an die Landesregierung, um auf die Thematik aufmerksam zu machen und eine Stellungnahme zu erhalten.