Sitzung des Stadtvorstands

Die fünfte Sitzung des Stadtvorstands in der zweiten Legislatur findet am

Mittwoch, 17.03.2010, 19:30 Uhr,

in der Geschäftsstelle (Eugen-Richter-Str. 44, 99085 Erfurt)

statt.

Tagesordnungspunkte sind u. a. Beratung zur vorläufigen Haushaltsführung in Erfurt und Fragen der laufenden Parteiarbeit. Berichtet werden soll auch über die Tätigkeit der verschiedenen Arbeitsgruppen innerhalb des Stadtvorstands.

Eine aktualisierte Jahresplanung 2010 der Vorstandssitzungen findet ihr in Kürze an dieser Stelle.

Beratung der Basisvorsitzenden

Die nächste Beratung der Basisvorsitzenden findet am

Mittwoch, 17.03.2010, 17:00 Uhr,

in der Geschäftsstelle (Eugen-Richter-Str. 44, 99085 Erfurt),

statt.

Alle Basisgruppenvorsitzenden sind hierzu herzlich eingeladen.

Im Verhinderungsfall ist bitte eine Vertreterin/ein Vertreter zu schicken.

Eine aktualisierte Jahresplanung 2010 für die Beratungen der Basisvorsitzenden findet ihr in Kürze an dieser Stelle.

Bericht vom Landesparteitag in Schleiz

„Eine kämpferische Opposition“ - so stand es auf dem großen Transparent auf der Bühne zum Landesparteitag am 28.11.2009 – und so versprachen es Knut Korschewsky und Bodo Ramelow mit Unterstützung der 133 Delegierten den Wählern der LINKEN und den Parteien der neuen Regierung in Erfurt.

Die dem Parteitag vorgelegten Thesen zu den Ergebnissen des Wahljahres 2009, zur Arbeit der LINKEN innerhalb und außerhalb der Parlamente, zum Geschichtsverständnis und zu den anstehenden innerparteilichen Aufgaben wurden ausdauernd und streckenweise durchaus kontrovers diskutiert. Eine Aussprache in dieser Breite als Einstieg in die weitere Diskussion in den Gliederungen der Partei ermöglicht zu haben, gehört zu den großen Pluspunkten dieses Parteitages.

In einer immer wieder von Beifall unterbrochenen Rede betonte Gastredner Gregor Gysi vor allem, dass die große Aufgabe, aus der LINKEN eine gesamtdeutsche zukunftsfähige linke Partei zu formen, noch bevorsteht. Zu unterschiedlich sind die Prägungen der Menschen und die Realität der Parteiarbeit in Ost und West. Gysi betonte, dass dieser Prozess nur gelingen wird, wenn wir innerhalb der LINKEN mit viel Geduld aufeinander zugehen und keine Auffassung oder Gruppe von vornherein ausgrenzen.

Weiterer Höhepunkt der Debatte war die Rede des Sprechers der Historischen Kommission der Partei, Prof. Jürgen Hofmann, zur Auseinandersetzung mit unserer Geschichte. Hofmann zeigte, wie schwierig und konfliktreich der bisherige Weg der Auseinandersetzung war und begrüßte es, dass sich der Thüringer Landesverband gegenwärtig diesen Fragen wieder intensiver zuwendet. „Nur wenn wir uns differenziert, kritisch und glaubwürdig unserer Geschichte stellen, werden wir auch politisch in die Offensive kommen“, gab er dem Parteitag mit auf den Weg.

Die Wahlen zu den Spitzenämtern der Landespartei offenbarten, dass es trotz der dort zweifellos gezeigten Einsatzbereitschaft unter den Delegierten eine ganze Reihe von Kritiken am Landesvorstand und der Führungsarbeit im Landesverband gibt. Da diese auf dem Parteitag konkret wenig fassbar wurde, verlangten verschiedene Redner, stärker als bisher im Landesverband eine offene und kritische Aussprache zu suchen. Zu einer solchen Atmosphäre rief auch Bodo Ramelow auf. Mit Blick auf einige Kreisverbände mahnten Redner aber auch, das Bild von Zerstrittenheit zu vermeiden. Dem neuen Landesvorstand fällt nun die Aufgabe zu, Räume zu schaffen, um die intern vorhandenen Fragen, Streitfälle und Probleme gemeinsam zu lösen.

Gesellschaftspolitisch steht die LINKE am Beginn einer neuen Phase von politischen Auseinandersetzungen, in die die Partei bereits in den nächsten Wochen wieder aktiv eingreifen wird. Ganz oben auf der Liste der geplanten Aktivitäten stehen die Forderung nach Rückzug aus dem Afghanistan-Abenteuer und der Kampf für die Sicherung der kommunalen Haushalte, denn die Steuerausfälle in Folge der Krise und die schwarz-gelbe Umverteilungspolitik nach Oben bedrohen große Teile unserer kulturellen und sozialen Infrastruktur.

Dr. Steffen Kachel
Vorsitzender Stadtverband Erfurt

Dr. Steffen Kachel: Der neue Stadtverbandsvorsitzende stellt sich vor

Steffen, zunächst einmal gratuliere ich dir zu deiner Wahl und wünsche dir eine glückliche Hand bei der Ausübung deines Amtes. Mit überwältigender Mehrheit wurdest du zum neuen Vorsitzenden des Stadtverbands Erfurt der Partei DIE LINKE. gewählt. Hat dich das überrascht?

Überrascht schon, was das Ergebnis betrifft. Aber sicher ist das auch auf mein bisheriges Engagement für unsere Partei zurückzuführen.

Erzähl uns was von dir!

Was soll ich sagen? 44 Jahre alt, ein Kind, das jetzt bald 11 Jahre wird. Von Beruf bin ich Historiker mit Spezialgebiet „Geschichte der Thüringer Arbeiterbewegung“. Studiert habe ich 1989 an der Karl-Marx-Uni in Leipzig, sozusagen mitten drin in den Wende-Debatten.

Seit 1990 bin ich in Thüringen für die PDS, später dann für DIE LINKE aktiv. Dazu gibt es viele ehrenamtliche Funktionen, so in der Jugendarbeit, im Bereich der politischen Bildung und im Landesvorstand unserer Partei DIE LINKE.Thüringen.

Hauptamtlich war ich von 1994 bis 1999 jugendpolitischer Sprecher, heute bin ich wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Landtagsfraktion. Ach ja, um es nicht zu vergessen: Seit 2001 arbeite ich auch in der Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen.

Welche Herausforderungen, welche Aufgaben siehst du für dich als Vorsitzender des Stadtverbands DIE LINKE.Erfurt?

Meine wichtigste Aufgabe sehe ich darin, das Profil der LINKEN als eine Partei „für den Alltag“ auszuprägen. Die Menschen, unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger, müssen nicht nur hören, sondern ganz konkret erleben, dass allein wir als soziale Kraft wirklich an ihrer Seite stehen.

Wir müssen kommunalpolitische Visionen entwickeln, diese mit konkreten Vorhaben untersetzen und dann gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern voranbringen und umsetzen: Stadtteile, Kultur, ega-Park, Jugendarbeit – hier gibt es viel zu tun, um Erfurt weiterzuentwickeln.

Und zuletzt, aber auch nicht als Geringstes: Die notwendige Veränderung bei uns selbst. Ich möchte die Partei DIE LINKE als Partei zum Mitmachen gestalten, sie als Partei des solidarischen Miteinanders erleben und als Partei der wirklich demokratischen Entscheidungsfindung.

Dies alles kann gelingen, wenn viele mit anfassen. Hierzu lade ich alle Mitglieder und alle Sympathisanten/Sympathisantinnen unserer Partei ein: Macht mit, bringt euch ein – und lasst uns gemeinsam stark sein.

Das Interview führte Michael Kemper.

DIE LINKE.Erfurt: Der am 24.10.2009 neu gewählte Stadtvorstand

Auf der Gesamtmitgliederversammlung des Stadtverbandes DIE LINKE Erfurt am 24.10.2009 wurden folgende GenossInnen gewählt:

Vorsitzender des Stadtverbandes
Dr. Steffen Kachel

Stellvertretende Vorsitzende
Steffi Hornbostel
Cornelia Nitzpon
Frank Spieth

Schatzmeister
Frank John

Weitere Mitglieder des Stadtvorstandes
Susanne Hennig
Christina Wilhelm
Conny Maaß
Brigitte Czentarra
Bodo Remus
Jürgen Zerull
Thomas Engel

Mitglieder der Finanzrevisionskommission

Dr. Barbara Glaß
Karin Badelt
Heide Huck

Nachfolgekandidaten

Falk Przewosnik
Michael Kemper
Eberhard Redlich
Ben König

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Beschlüsse des Stadtvorstandes

Hier können Sie die aktuellen Beschlüsse des Stadtvorstandes der Partei DIE Linke.Erfurt finden.