GMV gibt grünes Licht für neues LINKE-Domizil und will Wohnen-Kampagne angehen

Dr. Steffen Kachel

Am Samstag, dem 30.08. trafen sich die Erfurter Linke-Mitglieder, um nach der Sommerpause eine Bestandaufnahme vorzunehmen und die nächsten größeren Aufgaben in den Blick zu nehmen.

Zuerst sprach unsere Landtagsabgeordnete Katja Maurer, das erste Mal als Thüringer Landesvorsitzende. Sie beschrieb noch einmal die Situation auf dem Landesparteitag, die eine schnelle und trotzdem durchdachte Reaktion nötig machte und dazu führte, dass sie sich spontan zur Kandidatur entschloss und mit großem Vertrauen gewählt wurde. Mit Blick auf die Neuaufstellung der Linken nach den Wahlen hob sie nach außen vor allem auf den Ausbau des Charakters einer Kümmererpartei ab, nach Innen auf neue Wege zur gelingenden Integration der neuen wie auch manch gestandener Mitglieder. Wir müssen so arbeiten, so Katja, dass sich alle eingeladen fühlen.

Steffen Kachel gab sodann als Vorsitzender einen Bericht über den Stand der Vorbereitungen für ein neues Linke-Domizil in Erfurt. Die auf der GMV im März gebildete Arbeitsgruppe hat sich entschieden und schlägt ein Ladengeschäft in der Magdeburger Allee vor, dass über eine große Grundfläche, ausreichende einzelne Büroräume und eine funktionale Küche verfügt. Obwohl mit dem Einbau einer behindertengerechten Toilette und verschiedenen kleineren baulichen Maßnahmen noch einiges zu tun bleibt, biete das neue Domizil hervorragende Möglichkeiten, als Linke in der Stadt noch besser wirksam zu werden. Wichtig ist, dass wir die baulichen Maßnahmen vor allem durch Crowdfunding finanzieren wollen und alle Mitglieder und Sympathisierenden dazu aufrufen, zu spenden! Nach ausgiebiger und emotionaler Diskussion fasste die GMV ohne Gegenstimme und bei wenigen Enthaltungen den Beschluss, den Schritt in die neuen Räume zu billigen und gab für den Umzug grünes Licht. Der Stadtverband und Katja Maurer und Bodo Ramelow als Mitbetreiber des Büros haben die Hoffnung, dass das neue Büro von ehrenamtlichen Parteimitgliedern und der Öffentlichkeit gut angenommen werden wird.

Schließlich diskutierte die GMV über notwendige politische Aktionen, mit denen die Linke wieder stärker in die Öffentlichkeit kommt. Hierzu wurde der Beschluss gefasst, im Winter eine Kampagne zum Thema Wohnen/Miete durchzuführen. Hierfür soll eine Arbeitsgruppe gebildet werden, für die sich noch aktive Menschen melden können. Wer dort gern mitwirkt, möchte sich bei Carolin Held melden. Hintergrund ist vor allem, dass wir wieder mehr GenossInnen animieren wollen, aktiv zu werden. Das Material kommt vom Bund.

Toll auch, dass unser Baudezernent Matthias Bärwolff an der Diskussion teilnahm und zu aktuellen Problemen im Stadtrat und in der Stadtverwaltung Stellung nahm sowie Fragen der Mitglieder beantwortete.

Viel zu schnell war die Zeit vorbei und beschloss das Schlusswort die Versammlung. Insgesamt war eine gute Stimmung wahrzunehmen, wenn auch sicher mit knapp 80 Mitgliedern nicht die Spitze in der Teilnehmerzahl erreicht wurde.