Mit Ruby Rebelde
In Kooperation mit Die Linke queer und LUX Berlin
Rechtsruck, Backlash und gesellschaftlicher Rollback prägen aktuell viele politische Debatten – und auch feministische Räume bleiben davon nicht unberührt. Das Phänomen der Frauen-RECHTS-Bewegung ist nicht neu, wird jedoch häufig verdrängt oder ausgeblendet, weil es unbequem ist. Doch gerade jetzt ist Wegschauen keine Option.
Die aktuellen Auseinandersetzungen um S*xarbeit, geschlechtliche Selbstbestimmung und Fragen von „Stadtbild“ stehen in einer langen Tradition: der Dominanz eines weißen, bürgerlichen und christlich geprägten Feminismus. Gleichzeitig beobachten wir eine zunehmende Radikalisierung rechter Frauen und ihrer Mobilisierungen – Entwicklungen, die ein erweitertes Verständnis von „Faschismus der Mitte“ notwendig machen und neue Perspektiven für Widerstand und Intervention eröffnen.
Welche Rolle eine emanzipatorische, intersektionale und linke Politik in diesem Kontext spielen muss, darum geht es an diesem Abend. Referent*in Ruby Rebelde veranschaulicht an markanten Beispielen die Allianzen zwischen weißem Feminismus und ultra-koservativen, rechten Frauen. So wird diese Phalanx als ideologische Brücke, aber auch als pragmatische Mobilisierung greibarer.
Ruby Rebelde ist Gründungsmitglied des Recherchekollektiv FundiWatch. Rebeldes Buch "Warum sie uns hassen - Sexarbeitsfeindlichkeit" (2025/Edition Assemblage) analysierte die Debatte und die Akteurskonstellationen beim Thema Sexarbeit & Menschenhandel. In politischen Bildungsformaten plädiert die Autor*in für mehr Mitsprache von Sexarbeiter*innen und eine Versachlichung der Debatte.
Die Veranstaltung findet im SM-Studio LUX Berlin statt – einem von Sexarbeiter*innen geführten Ort, der für gute Arbeitsbedingungen, kollektive Mitbestimmung und solidarische Praxis steht.
Anmeldung mit Vermerk der Teilnahme Online bitte über: https://rb.gy/7zvfsx
