Mieterhöhungen der KOWO verschärfen Sozialnot

Karola Stange
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„Ohne eine Vorabinformation an die Mitglieder des Stadtrat oder die Aufsichtsratsmitglieder, will die KOWO jetzt mitten in einer ausufernden Inflationsphase auch noch die Mieten erhöhen“, informiert die Stadträtin der LINKEN, Karola Stange, die auch dem Aufsichtsrat der KOWO angehört. 

Schon mehrfach hat die Stadträtin dieses Verfahren der Preiserhöhungen in Erfurt kritisiert. Ob Zoo, ega, Schwimmhallen, Eissportzentrum oder Fahrpreise EVAG, in allen Fällen ist der gewählte Stadtrat nicht mehr direkt beteiligt, sondern wird nur noch in Kenntnis gesetzt. „Hier habe ich ein anderes Demokratieverständnis als der Oberbürgermeister. Der Stadtrat hat solche Dinge wie Preiserhöhungen zu diskutieren und zu entscheiden“, fordert die Linkspolitikerin. Die Mieterhöhungen treffen die Mieter in einer Zeit, in der sie schon die drastische Erhöhung der Heiz- und Energiekosten sowie die allgemeinen Preiserhöhungen finanziell bewältigen müssen. 

Aus den jüngsten Jahresabschlüssen der KOWO geht hervor, dass das Unternehmen Gewinne im Millionenbereich erwirtschaftet hat. Über 30 Mio. EUR finanzielle Rücklagen hat die KOWO. Und alle Überschüsse werden aus den Mieteinnahmen erwirtschaftet. „Deshalb fordere ich die KOWO auf, die jetzt angekündigten Mieterhöhungen auszusetzen, solange wir alle mit einer überdurchschnittlichen Inflationsrate zurechtkommen müssen“, so Frau Stange weiter. Die Finanzlage der KOWO lässt diese Verschiebung zu.