Aufruf zum Erfurter Ostermarsch am Gründonnerstag
Die Linke Erfurt ruft zur Beteiligung am Erfurter Ostermarsch auf. Dieser startet am Donnerstag, 2. April 2026, 16 Uhr am Anger 1 und wird vom Erfurter Friedensbündnis veranstaltet.
Inhaltlich schließt sich Die Linke Erfurt dem Aufruf des Landesverbandes an:
Solidarität statt Rüstung
Die Linke Erfurt ruft zur Beteiligung am Erfurter Ostermarsch auf.
Dieser startet am Donnerstag, 2. April 2026, 16 Uhr am Anger 1 und wird vom Erfurter Friedensbündnis veranstaltet.
Inhaltlich schließt sich Die Linke Erfurt dem Aufruf des Landesverbandes an:
Solidarität statt Rüstung
Ostermarsch 2026
In mehr als 20 Ländern auf der Welt herrschen heutzutage Kriege, Bürgerkriege oder kriegsähnliche Zustände. Die Situationen in Israel/Palästina, Syrien, Iran, Jemen oder in Afghanistan sind ebenso lebensbedrohlich wie Konflikte in Kenia, Sudan, Kongo, Ruanda, Asien und Südamerika. Zudem erleben wir eine erhebliche Verschärfung imperialer Machtpolitik. Militärische Drohungen, Aufrüstung und die Missachtung des Völkerrechts nehmen zu. Russland führt seit Jahren Krieg gegen die Ukraine, die USA setzen auf militärische Eskalation und Drohpolitik gegenüber anderen Staaten – beide bedrohen Europa.
Die Antwort der Bundesregierung auf diese Entwicklungen lautet bislang vor allem: Aufrüstung und Wehrpflicht. Doch während Milliarden ins Militär fließen, bleiben zentrale gesellschaftliche Probleme ungelöst. Die „Pflege brennt“ seit Jahren, Bildung, Verwaltung und Infrastruktur sind chronisch überlastet und unterfinanziert.
Unsere Gesellschaft ist auf Krisen nicht ausreichend vorbereitet, ebenso wenig auf imperiale Bedrohungen, da die Lasten stets ungleich verteilt werden. Eine erneute Militarisierung bis hin zur Wehrpflicht wird diese Ungleichheit deutlich verschärfen.
Die Ursachen all dieser Probleme liegen also nicht in zu wenig Waffen oder Uniformen, sondern in sozialer Spaltung und fehlender Solidarität. Nicht eine „verkorkste Jugend“ ist das Übel, sondern eine neoliberale Politik, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt seit jeher systematisch untergräbt.
Wir stehen in Deutschland der Militarisierung entgegen, so wie unsere Genoss*innen weltweit und unterstützen die Schulstreiks gegen die Wehrpflicht.
Frieden kann es nur in internationaler Solidarität geben.
Das Völkerrecht darf nicht dem Recht des Stärkeren geopfert werden. Internationale Beziehungen müssen auf der Charta der Vereinten Nationen, auf Regeln und Recht beruhen – nicht auf militärischer Erpressung oder imperialen Interessen.
Wir setzen uns ein für:
- die konsequente Achtung und Einhaltung des Völkerrechts und der UN-Charta, sowie Hinwendung zu humanistischen Werten und den universellen Menschenrechten
- konsequentes und entschlossenes Vorgehen gegen militärische Aggression und jeden Bruch des Völkerrechts
- die Stärkung internationaler Organisationen, ziviler Konfliktlösung und Diplomatie, sowie den Ausbau von Entwicklungszusammenarbeit und humanitärer Hilfe
- Investitionen in die Grundversorgung und Daseinsvorsorge – in allen Ländern, in allen gesellschaftlichen Bereichen und für alle Bevölkerungsgruppen
- die Abschaffung der Wehrpflicht in jeglicher Form und ein Werbungsverbot für die Bundeswehr
- eine Abkehr vom Nationalismus, imperialer Machtpolitik und Entsolidarisierung
- Schluss mit Lagerdenken – egal ob mit Trumps USA oder Putins Russland
- den sofortigen Beitritt der Bundesrepublik Deutschland zum Atomwaffenverbotsvertrag der Vereinten Nationen
Der Ostermarsch 2026 ist unser gemeinsames Zeichen gegen Gewaltpolitik und Machtdenken. Kommt zu den Ostermärschen in Thüringen.
Für internationale Solidarität. Für Recht statt Stärke.
Für eine andere Politik.
Hoch die internationale Solidarität!
