Beigeordneter Uwe Spangenberg diskutierte am 16.11. bei der LINKEN zur Stadtentwicklung
Eingangs benannte Herr Spangenberg einige aus seiner Sicht besonders brennende Fragen der Stadtentwicklung. In den Vordergrund stellte er dabei die Fragen der Wohnraumentwicklung mit der endlich beschlossenen Wohnbedarfsanalyse, die seniorengechte Gestaltung der Stadtentwicklung, das Bäder-Konzept und die BUGA-Bewerbung. Die große Zustimmung zur BUGA-Bewerbung im Stadtrat sei wichtig, um der Verwaltung und allen möglichen Kooperationspartnern in ihrer Arbeit Sicherheit und Rückhalt zu geben, bei allen unterschiedlichen Fragen im Detail, die im Verlauf des Prozesses noch geklärt werden müssten.
In der Diskussion spielten zunächst die Fragen der Wohnraumentwicklung eine Hauptrolle. Am Ende blieb nach mehreren Beiträgen aus der Runde und durch Herrn Spangenberg dennoch offen, wie ein städtisches Konzept sozialen Wohnungsbaus und des Gegendrucks auf die Mietpreisentwicklung aussehen könnte, ohne der KOWO eine sicher wirtschaftlich schwierige Konzentration allein auf günstigen Wohnraum zuzuordnen. Bezüglich der Entwicklung von Bahnhofsquartier und Einzelhandelsflächen bestärkten mehrere Redner Herrn Spangenberg darin, dass sich die Stadt nicht auf den überdimensionalen Ausbau einzelner Großkomplexe des Einzelhandels einlassen sollte. Politischer Druck in diese Richtung sei zurück zu weisen. Kritisiert wurde der Abriss von Wohnung zum Zwecke der Ausweitung von Handelsfläche.
Im weiteren wurden der Zustand der Rathausbrücke und ihr vom Verkehrsamt geplanter Ausbau für den LKW-Verkehr angesprochen wie auch die Begrenzung der Anlieferzeiten in der Innenstadt, die Ersetzung von Ampelanlagen durch Kreisverkehre, die vielen Risiken und offenen Fragen in Sachen Multifunktionsarena und das Fehlen einer dritten Schwimmhalle im Stadtgebiet. Spannend wurde es vor allem dann, wenn Anwesende konkrete Vorschläge und Forderungen in die Diskussion einbrachten. So machte der Geschäftsführer der Stadtfraktion, Andreas Grünschneder, auf die Potentiale aufmerksam, die für die Gartenbaustadt Erfurt in einer ausgeweiteten Anwendung von bepflanzten Kreisverkehren liegen würden. Viele Städte in Süd- und Westeuropa böten hier Beispiele.
Moderiert wurde die Diskussion vom Stellvertretenden Vorsitzenden der Ratsfraktion der LINKEN, Matthias Plhak, der dabei seine eigenen Kenntnisse und Sichten aus der Fraktions- und Ausschussarbeit in die Diskussion einfließen ließ. Viel zu schnell war die Zeit um. Alles in allem eine sehr gelungene inhaltliche Diskussion, die deutlich machte, wie sehr Mitglieder und Sympathisanten der Partei DIE LINKE sich um die Entwicklung ihrer Stadt Gedanken machen. Vielen Dank an Herrn Spangenberg, dessen kompetente Auskünfte und Meinungen geschätzt wurden, auch wenn es nicht in allen Fragen Übereinstimmung gab.


