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Bürgersprechstunde der LINKEN ergab klares Votum gegen geplanten Parkhausneubau am Löbertor

„Klopper“ oder auch „Ungeheuer“ – das waren einige der Begriffe, die die 50 versammelten Bürgerinnen und Bürger, darunter viele Anwohner, in der Bürgersprechstunde der LINKEN am Dienstagabend für den geplanten Neubau eines Parkhauses am Löbertor bereithielten. Der geplante Neubau würde, so die Veranstaltungsteilnehmer, mit seinen mindestens 700 Park­plätzen und großem Supermarkt die derzeitige Verbindungslinie zwischen Juri-Gagarin-Ring und Hirschgarten verbauen. Ein Ansinnen gegen das im Stadtrat bisher ausschließlich die Stadtratsfraktion DIE LINKE gestimmt hatte, die auch Gastgeber der Bürgersprechstunde im Haus Dacheröden war.

Die Versammelten bedauerten zunächst, dass die Teilnahme des zuständigen Dezernenten, Herr Spangenberg, aus Termingründen kurzfristig zurückgezogen worden war. So übernahm es Matthias Plhak, Stadtrat und in der Fraktion DIE LINKE für Stadtentwicklung zuständig, die Planung der Stadtverwaltung darzustellen, die in dem Neubau einen „Einstieg in die westliche Altstadt“ und einen „wichtigen Lückenschluss“ sieht. Plhak betonte, dass die Planungen noch am Anfang stehen, und dass den Bürgern durchaus Möglichkeiten offen stehen, die Dinge zu beeinflussen. Diese müsse man nutzen.

Viele Fragen wurden aufgeworfen, von den erhöhten Brandgefahren durch eine solche dichte Bebauung, über die weitere Verteuerung des Anwohnerparkens bis hin zur drohenden Verschattung des Hirschgartens. Als positive Alternative wurde eine Bebauung des rückwärtigen Areals des alten Schauspielhauses benannt, wo keine Sichtachsen behindert würden, oder auch, die Fläche zwischen Rosengasse und Bahnschienen zu nutzen. Schade, dass die Stadtverwaltung nicht anwesend war, um die Vorschläge aufzunehmen und aus ihrer Sicht zu kommentieren.

Matthias Bärwolff, Spitzenkandidat der LINKEN zur Kommunalwahl, sagte: „Für DIE LINKE ist mit Blick auf die Planungen für die ICE City unklar, ob dieser Bau überhaupt notwendig ist. Auf jeden Fall steht fest, dass eine Realisierung der vorgelegten Pläne das Wohnumfeld am südlichen Juri-Gagarin-Ring verschlechtern würde. Das Ziel der Begegnungszone in der Innenstadt war es nicht, Anwohnende zu belasten, sondern Menschen von außerhalb mit dem ÖPNV eine attraktive Alternative zur Auto-Innenstadt zu eröffnen. Den Verkehr nun komplett auf den Juri-Gagarin-Ring zu leiten, kann keine Lösung sein.“

Stadtrat Plhak dankte abschließend den Bürgerinnen und Bürgern für Meinungsäußerungen und Ideen und versprach, den Dialog fortzusetzen. „Ob ein Einwohnerantrag gegen den Neubau ein nächster Schritt sein kann, sollten alle Beteiligten im Blick behalten. Zunächst ist wichtig, die Möglichkeiten für Einwände zu nutzen, wenn die Pläne ausgelegt werden, und die Reaktion der Stadtverwaltung abzuwarten.“, kündigte Matthias Plhak abschließend an.

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