Bund muss Zusagen einhalten – „Haus der Versuchung“ darf nicht scheitern
Die Fraktion Die Linke im Erfurter Stadtrat fordert den Bund auf, seine Finanzierungszusagen für das Suchtpräventionsprojekt „Haus der Versuchung“ in Erfurt vollständig einzuhalten. Das Projekt ist weit über die Stadtgrenzen hinaus von Bedeutung und gilt als bundesweit beispielhaft für einen neuen Ansatz erfolgreiche Suchtpräventionsarbeit.
„Wer Suchtprävention ernst nimmt, darf nicht ein solches Projekt zunächst entwickeln lassen, dann aber die notwendigen Investitionsmittel, die zugesagt waren, einfach streichen“, kritisiert die Fraktionsvorsitzende Karola Stange.
Das Erfurter Projekt „Haus der Versuchung“ würde unstrittig dazu beitragen können, dass frühzeitige Prävention nicht nur die Lebensqualität der Menschen verbessert, sondern langfristig auch erhebliche Kosten im Gesundheits- und Sozialbereich vermeiden kann. Gerade deshalb ist eine Umsetzung der Pläne unverzichtbar.
„Es wäre ein fatales Signal, wenn ausgerechnet ein solches Modellprojekt mit Vorbildcharakter an fehlender Bundesunterstützung scheitern würde“, so Frau Stange weiter.
Auch das Land und die Stadt Erfurt finanzieren das Haus der Versuchung direkt oder indirekt mit. Die 20 Mio. Euro ursprünglich zugesagten Bundesmittel können aber nicht ausgeglichen werden.
Die Linke im Erfurter Stadtrat appelliert an die politischen Verantwortungsträger alle politischen Ebenen, sich gemeinsam für den Umsetzung dieses einzigartigen Suchtpräventionsprojektes einzusetzen.
Das „Haus der Versuchung“ ist eine lohnende Investition in die Zukunft. Deshalb muss der Bund zu seiner Verantwortung stehen und seine Zusagen einhalten.
„Als Die Linke im Erfurter Stadtrat fordern wir den Oberbürgermeister, die Landesregierung und die Bundestagsabgeordneten aus Erfurt auf, gemeinsam im Rahmen der anstehenden Haushaltsdebatten die Streichung der Bundesmittel zu korrigieren“, so die Fraktionsvorsitzende abschließend.

