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Die Linke beantragt Unterstützung für „Haus der Versuchung“ – Bund muss Finanzierungszusage einhalten

Karola Stange

Die Fraktion Die Linke im Erfurter Stadtrat hat einen Antrag eingebracht, mit dem der Oberbürgermeister beauftragt werden soll, gemeinsam mit dem Stadtrat alle politischen Möglichkeiten auszuschöpfen, um die Umsetzung des Suchtpräventionsprojekts „Haus der Versuchung“ doch noch zu sichern.

„Wir brauchen jetzt ein gemeinsames Vorgehen von Stadt, Land und Bund. Alle politischen Verantwortungsträger müssen an einem Strang ziehen – insbesondere die Erfurter Land-tags- und Bundestagsabgeordneten sowie die zuständigen Ministerinnen und Minister“, erklärt die Vorsitzende der Fraktion Die Linke im Erfurter Stadtrat, Karola Stange.

Aus Sicht der Fraktion ist es nicht akzeptabel, dass der Bund ein bundesweit beachtetes Modellprojekt zunächst unterstützt und anschließend die zugesagten Investitionsmittel streicht.

„Wer Suchtprävention ernst nimmt, darf ein solches Projekt nicht scheitern lassen. Prävention ist keine freiwillige Ausgabe, sondern eine Investition in Gesundheit, Bildung und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Jeder heute investierte Euro spart morgen ein Vielfaches an Gesundheits- und Sozialkosten“, so Stange.

Das „Haus der Versuchung“ verfolgt einen bundesweit einzigartigen Ansatz der Suchtprävention und richtet sich insbesondere an junge Menschen. Es verbindet Aufklärung, Prävention und wissenschaftliche Erkenntnisse auf innovative Weise und besitzt damit weit über Erfurt hinaus Modellcharakter.

„Es wäre ein verheerendes Signal, wenn ausgerechnet ein Leuchtturmprojekt der Sucht-prävention an einer kurzfristigen Entscheidung des Bundes scheitern würde. Die Notwendigkeit des Projekts hat sich nicht verändert – im Gegenteil: Angesichts der gesellschaftlichen Herausforderungen ist Prävention wichtiger denn je“, betont Karola Stange.

Mit ihrem Stadtratsantrag fordert DIE LINKE deshalb den Oberbürgermeister auf, gemein-sam mit der Landesregierung sowie den Erfurter Bundestagsabgeordneten im Rahmen der Bundeshaushaltsberatungen für 2027 auf eine Wiederaufnahme der Bundesförderung hinzuwirken.

„Das Haus der Versuchung ist eine Investition in die Zukunft unserer Gesellschaft. Der Bund muss zu seiner Verantwortung und zu seinen Zusagen stehen. Deshalb erwarten wir, dass sich auch der Bundestagsabgeordnete und Stadtrat der Landeshauptstadt Erfurt Michael Hose (CDU) für die Sicherung der Finanzierung einsetzt“, so Karola Stange abschließend

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