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„Diskussion über Straßenrückbau falsch geführt!“

Matthias Bärwolff

Die Debatte um den Straßenrückbau wird aus Sicht der LINKEN falsch geführt. „Zunächst muss der ÖPNV ausgebaut werden, der aber braucht in der Stadt mehr Platz.“ sagt Matthias Bärwolff, Spitzenkandidat der Partei DIE LINKE zur Kommunalwahl.

Der Vorschlag der Grünen, fehlende Mittel für den Straßenunterhalt durch Fahrspurverengung zu kompensieren, geht nach Ansicht von Bärwolff am Kern des Problems vorbei. „Natürlich müssen wir diskutieren, wie wir das knappe Geld ausgeben.“ Aber statt den Juri-Gagarin-Ring einspurig zurückzubauen, wäre es aus Sicht von Bärwolff, sinnvoller darüber nachzudenken, wo und wie man dem ÖPNV mehr Platz einräumen kann.

Bärwolff, der auch in der AG ÖPNV der Erfurter LINKEN arbeitet, meint: „Im Bereich Johannesstraße erleben die ÖPNV-Nutzer jeden Tag, was zu enge Straßen und falsches Parken anrichten, ähnliches in der Schillerstraße/ Richard-Eiling-Straße. Wir müssen in erster Linie den Parkraum dort reduzieren, wo er den ÖPNV behindert. Das kann sogar für den Radverkehr positive Auswirkungen haben.“ so Bärwolff weiter.

Weiter sagt Bärwolff, dass man die Diskussion um Fahrbahnreduzierung nicht isoliert betrachten darf. DIE LINKE will, dass zuerst attraktive und bezahlbare Alternativen zum privaten PKW entstehen, damit mehr Menschen in Erfurt ein Leben ohne eigenes Auto führen können. Matthias Bärwolff: „Die politische Zielrichtung, die Abhängigkeit der Erfurterinnen und Erfurter vom Auto zu reduzieren, ist ein für LINKE vor allem ein soziales und ökologisches Anliegen. Steigende Benzinpreise und niedrige Löhne vertragen sich nicht gut!“

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