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Dringliche Anfrage - Zalando

Fragestellerin: Frau Stange, Fraktion DIE LINKE

Sachverhalt:


MyBrands Zalando-Geschäftsführer David Schröder äußerte in einem Interview in der Thüringer Allgemeine Zeitung am Sonnabend, dem 09.03.2013, folgendes: „Wir sind - wie bereits gesagt - noch immer dabei, das Unternehmen nachhaltig aufzubauen, dazu zählen auch Investitionen in die Logistik. Von unseren drei Logistikzentren in Brieselang, Großbeeren und jetzt auch Erfurt beliefern wir ganz Europa. Im letzten Jahr haben wir bereits einen Umsatz von mehr als einer Milliarde Euro gemacht und damit tüchtig zugelegt. In der Kernregion DACH, Deutschland, Österreich und der Schweiz, haben wir die Gewinnschwelle schon erreicht. Wir arbeiten weiter daran, in die schwarzen Zahlen zu kommen. Ich hoffe, wir erreichen dieses Ziel in den nächsten Jahren.“ Von diesem Zitat ausgehend und aufgrund von Berichten von Verdi- und Zalando-Mitarbeitern stellen sich Fragen nach der Subventionierung eines ja offensichtlich erfolgreichen Unternehmens, welches in der letzten Zeit auch bewiesen hat, dass es durchaus selbst in der Lage ist, das nötige Kapital für seine Expansion durch ausländische Beteiligungen zu beschaffen. Derzeit ist die Auftragslage in Erfurt so, dass keine Nachtschichten benötigt werden. Trotzdem hat Zalando einen Antrag auf Sonntagsarbeit eingereicht, um seine Werbeversprechen erfüllen zu können. Zalando betreibt mit dem TÜV-Rheinland gemeinsam ein Trainingszentrum auf dem Gelände des Güterverkehrszentrums Erfurt. Dorthin kommen jede Woche potentielle Mitarbeiter, die von der Arbeitsagentur/ARGE mit Bildungsgutscheinen im Wert von 500 € ausgestattet sind und angelernt werden sollen. Für das Einarbeiten ist, das zeigen Erfahrungsberichte aus ähnlichen Firmen, z.B. Amazon oder Dress for less, aber nur ein zeitlicher Rahmen von zwei Arbeitstagen notwendig. Von den im Trainingszentrum Angelernten werden ca. 50 % in befristete Verträge übernommen. Wer sich im ersten Monat der sechsmonatigen Probezeit krank meldet, wird gekündigt. Mitarbeiter des Erfurter Zalando-Standortes berichten, dass eine „umsatzbezogene Zulage“ an Zalando gezahlt werde. Desweiteren wurde verlautbart, dass derzeit Mitarbeiter, die NICHT über die Arbeitsagentur zu Zalando kamen, kurz vor Auslaufen ihrer Probezeit gekündigt werden. Fast alle Mitarbeiter haben befristete Verträge, die Gründung eines Betriebsrates wird so verhindert.

In diesem Zusammenhang Frage ich den Oberbürgermeister:

1. Wie viele Menschen hat die Arbeitsagentur/ARGE seit Bestehen des Güterverkehrszentrums Erfurt an welche dort ansässigen Unternehmen vermittelt?
2. Wie viele davon sind dort noch (Bitte Firmen einzeln nennen) beschäftigt und in welcher Form (fest oder befristet)?
3. Welche finanzielle Unterstützung gewährt die Arbeitsagentur/ARGE dabei den Unternehmen (Art und Höhe nach Unternehmen)?

Download: <media 14139>Anfrage</media> ll<media 14140> Beantwortung </media>

 

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