Gegen das Schweigen, gegen das Wegsehen
Am 25.November war der "Tag gegen Gewalt an Frauen". Auf dem Erfurter Fischmarkt fand dazu eine Veranstaltung statt.
Für die Die Linke Erfurt konnte Sarah Schwarz folgenden Redebeitrag halten:
Wir stehen heute gemeinsam hier, um unsere Stimme zu erheben. Gegen das Schweigen, gegen das Wegsehen und gegen jede Form von Gewalt, die Frauen und Mädchen weltweit erfahren.
Gewalt gegen Frauen ist kein Randphänomen. Sie ist kein bedauerlicher Einzelfall. Sie ist bittere Realität- in Deutschland, in Europa, auf der ganzen Welt. Diese Gewalt findet nicht im Dunkeln allein statt. Sie lebt auch in Strukturen, in Abhängigkeiten, in ungleichen Machtverhältnissen.
Doch heute - und auch an jedem anderen Tag - sagen wir gemeinsam: Gewalt gegen Frauen ist niemals privat. Sie ist ein gesellschaftliches Problem und geht uns verdammt nochmal alle an. Wir alle tragen Verantwortung, Politik alleine reicht nicht. Für eine Kultur des Hinsehens statt Wegsehens, für Unterstützung statt schweigen, für klare Haltung statt Gleichgültigkeit.
Ich träume von einer Gesellschaft, in der keine Frau Angst haben muss, den Schlüssel noch fester in der Faust zu halten. Von einer Gesellschaft in der jedes Mädchen weiß, mein Körper gehört mir. Von einer Gesellschaft, in der Respekt keine Forderung ist, sondern selbstverständlich.
Lasst uns ein Zeichen setzen- gegen Gewalt, gegen das Schweigen, gegen diese Gleichgültigkeit. Und lasst uns dafür kämpfen, dass eines Tages kein 25. November mehr nötig ist, um an das zu erinnern, was selbstverständlich sein sollte.
Als Die Linke sagen wir klar: Keine Frau darf in Angst leben müssen - nicht wegen eines Mannes, nicht wegen eines Systems, nicht wegen politischer Untätigkeit!

