So war es geplant. Im ehemaligen Regelschulhaus Urbich sollten beide Schulen unterrichten. Rückläufige Schülerzahlen waren Grundlage der Entscheidung. Aber beide Schulen nahmen "Gastschüler" (nicht aus dem Einzugsbereich der Schulen) auf und damit funktionierte dieses Konzept nicht. Es gab aus beiden Schulen Hilferufe, eigentlich Forderungen, nach mehr Unterrichtsräumen. Das fand die Unterstützung vieler Eltern. Deshalb gab es vor einigen Monaten die Entscheidung aus dem Stadtrat und dem Amt für Bildung, das alte Grundschulgebäude wieder herzurichten und weitere Unterrichtsräume zu schaffen. Mit städtischem Geld und Elternarbeitsleistung wurde dies geschafft. Nun war die Raumverteilung zu klären. Dies wurde den beiden Schulen übertragen. Aber es gab dazu keine Einigung. Eigentlich nur Streit und gegenseitige Vorwürfe. Deshalb musste, obwohl eigentlich nicht zuständig, der Stadtrat entscheiden. Zwei Räume fehlten der Grundschule. Sollten sie im wieder hergerichteten Gebäude Klassenräume nutzen oder ist es besser, die Grundschüler ohne Wege an einem Standort zu unterrichten? Kann den Regelschülern ein Weg zwischen den zwei Schulhäusern eher zugemutet werden? Wie können die Schulkonzepte mit Mindestforderungen umgesetzt werden? Diese und weitere Fragen wurden nach einer Anhörung der Schulleitungen, der Elternsprecher und der Schülersprecher im Bildungsausschuss diskutiert. Es gab einen Kompromissvorschlag, der Grundschule einen Klassenraum und einen kleinen Raum im Haupthaus zu geben und der Regelschule alle Räume im alten Schulhaus zu überlassen.Das bestätigte der Stadtrat mehrheitlich so, mit vielen Enthaltungen. Es bleibt zu hoffen, dass damit der Ärger in den beiden Schulen aufgelöst wird.