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Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg: Gedenkfeier am 12.01.2014

 

Etwa 100 Menschen trafen sich auf Einladung der Erfurter Linkspartei am Sonntag früh am Rosa-Luxemburg-Denkmal im Erfurter Norden, um der vor 95 Jahren ermordeten Revolutionäre Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg zu gedenken.

In ihrer Gedenkrede erinnerte die Thüringer Vorsitzende des VVN/BdA Elke Pudszuhn daran, dass unmittelbar vor und bei Beginn des Ersten Weltkrieges in ganz Europa Antimilitaristen wütenden Angriffen ausgesetzt waren. In Frankreich wurde der Sozialistenführer Jean Jaures auf offener Straße erschossen, in Deutschland richtete die Reaktion ihre Angriffe gegen Luxemburg und Liebknecht, und versuchte, mit Anklagen und Verurteilungen, Dienstverpflichtung und Festungshaft die prinzipielle Opposition gegen den Krieg zum Schweigen zu bringen. Luxemburg und Liebknecht stellten sich der Auseinandersetzung mit großem Mut. Bis heute ist der Mord an ihnen ungesühnt - eines der dunkelsten Kapitel deutscher Justizgeschichte. Ihr Wollen und Hoffen findet in unserem Kampf gegen Militarismus und weltweite Kriegführung die Fortsetzung. 

 

Im Anschluss luden der Kulturverein Rotdorn, der Landtagsabgeordnete Andre Blechschmidt und das RedRoXX zu einer spannenden Begegnung mit Heinz Koch ein, der als Jugendlicher NS-Repression erlebte, 1945 als 15-jähriger Sozialist in die SPD eintrat und später über viele Jahre in der Leitung der Gedenkstätte Buchenwald arbeitete. Gezeigt wurde ein Film von Uwe Pohlitz über Heinz Koch, den der betagte Antifaschist dann durch lebendige Ausführungen ergänzte. Ein gelungene Begegnung mit Thüringer Geschichte!

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