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Kein Platz für Rechtsextremisten - Die Linke fordert Aufklärung zum Sellner-Auftritt in Erfurt

Carolin Held

Den Auftritt des österreichischen Rechtsextremisten Martin Sellner am 26. Januar 2026 in Erfurt will Die Linke im Stadtrat keineswegs als „nicht optimal gelaufenen Veranstaltungsvorgang“ hinnehmen. 

„Vielmehr fordern wir vom Oberbürgermeister Andreas Horn (CDU) und der Ordnungsdezernentin Heike Langguth Aufklärung“, stellt die Stadträtin der Linken Carolin Held klar. 

Hierzu hat die Linkspolitikerin einen Fragekatalog an den Oberbürgermeister übergeben. 

Martin Sellner ist einer der zentralen Ideengeber des sogenannten ‚Remigrationskonzepts‘. Dieses sieht nicht nur massenhafte Abschiebungen von Migrantinnen und Migranten vor, sondern richtet sich ausdrücklich auch gegen deutsche Staatsbürgerinnen und Staatsbürger mit Migrationsgeschichte, denen die Zugehörigkeit zur Gesellschaft abgesprochen wird. Das Konzept steht im Widerspruch zu Menschenwürde, Grundrechten und demokratischen Prinzipien.

Die Ideen von Sellner sind nicht nur menschenverachtend, sondern auch ein direkter Angriff auf die demokratische Verfasstheit der Bundesrepublik. 

Während andere Städte rechtlich alle Spielräume ausgeschöpft haben, blieb Erfurt untätig.

„Als Linke wollen wir wissen, wann und wer die Stadtverwaltung über den Sellner-Auftritt informiert hat“, so Carolin Held weiter. Hier gibt es unterschiedliche Aussagen, wonach die Stadtverwaltung schon mehrere Tage vorher durch Landesbehörden informiert wurde, was seitens der Stadt aber verneint wird. 

Doch selbst, wenn die Stadtverwaltung nur kurz vor der Sellner-Veranstaltung informiert wurde, ist es unverständlich, dass es seitens des Oberbürgermeisters und der Ordnungsdezernentin überhaupt keine Versuche zur Verhinderung gab. 

„Der Fall wirft die Frage auf, ob die Stadt Erfurt rechtliche Möglichkeiten nicht erkannt – oder nicht nutzen wollte“, so Carolin Held abschließend.

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