Zum Hauptinhalt springen

LINKE: Wächterhäuser können Kulturprojekten langfristige Perspektiven geben, weiterer Ausbau des Modells wünschenswert

Steffen Kachel

Seit Juli 2013 verfügt Erfurt über sein zweites Wächterhaus. Nach dem ersten Projekt in der Talstraße 16 im Jahre 2010 ist es letztes Jahr gelungen, mit der Bürgermeister-Wagner-Straße 3 ein weiteres Gebäude für Künstlerinnen und Künstler und Vereine zu erschließen. Matthias Bärwolff, Spitzenkandidat der Erfurter LINKEN, sagt dazu: „Wir sehen die Stadt Erfurt in der Pflicht, diese wichtigen Bezugspunkte für Kreativität in Erfurt langfristig zu sichern. Es wäre sehr begrüßenswert, wenn die KoWo als kommunales Unternehmen bald klare Signale sendet, dass die Nutzungsvereinbarung für die Talstraße 16 verlängert wird und sie auch weiteren Wächterhausprojekten offen gegenübersteht. Gerade nach der Absage der Nutzung der Defensionskaserne durch den Verein „Kulturquartier Petersberg“ sind diese Schritte ein um so wichtigeres Signal an die Kulturschaffenden unserer Stadt.“

Bärwolff setzt sich dafür ein, dass geprüft wird, welche weiteren Möglichkeiten das Modell Wächterhäuser für Erfurt besitzt. Möglich wäre etwa ein Projekt, welches als spezielles Angebot für migrantische Vereine und Initiativen geplant wird. Dafür setzt sich auch Katalin Hahn, Platz 3 der LINKEN Stadtratsliste ein. Sie sagt: „Viele Vereine für Migrantinnen und Migranten in Erfurt stehen fortgesetzt vor einer ungesicherten finanziellen Zukunft. Es wäre eine spannende Idee, diese Vereine mit einem Wächterhaus von einem Teil ihrer finanziellen Sorgen zu befreien und ihnen so mehr Freiräume für multikulturelles Engagement und Leben in Erfurt einzuräumen. Ein weltoffenes Erfurt könnte von einem solchen Angebot nur profitieren.“

In Wächterhäuser-Projekten wird Vereinen und gemeinnützigen Initiativen schwer vermietbarer Wohnraum zu Nebenkosten-Konditionen auf Vertragsbasis überlassen, im Gegenzug werden kleinere Erhaltungsarbeiten geleistet.

Zurück zum Kopf der Seite