Stadtratsfraktionen von SPD & Piraten und Die Linke erwirken Sondersitzung des Stadtrates zur Zalandoschließung
Mit der Schließung des Erfurter Logistikstandortes besiegelt Zalando den Wegfall von mehr als 2.700 Arbeitsplätze hinter denen Menschen und ihre Angehörigen stehen. Von heute auf morgen lässt der Konzern diese im Regen stehen und. überrumpelt damit die gesamte Stadtgesellschaft indem einschneidende Fakten schafft.
„Wir alle haben es oft genug betont: Die Schließung von Zalando ist fatal, in erster Linie für die Beschäftigen und ihre Familien, aber auch für Erfurt und die Region im Gesamten. Unterm Strich ist und bleibt es unverantwortliches Handeln, einen profitablen Standort einfach so zu schließen. Um die Folgen der Schließung abzufedern und so vielen Beschäftigten wie möglich eine Perspektive zu bieten, braucht es schnelle Entscheidungen und Pläne. Diese wollen wir in der Sondersitzung des Stadtrates auf den Weg bringen und klare Handlungsaufträge an Oberbürgermeister und Stadtverwaltung richten, damit Beschäftigte schnellstmöglich wieder in Arbeit kommen. Das ist und bleibt das wichtigste Ziel!“ sagt André Grenzdörffer (Fraktion SPD & PIRATEN)
Karola Stange, Fraktionsvorsitzende der Fraktion Die Linke ergänzt:
„Bisher wurden offenbar weder ver.di noch der Betriebsrat bei möglichen Lösungsstrategien hinzugezogen, das ist ein fatales Signal. Dass es vor allem um die Beschäftigten gehe, erscheint als leere Worthülsen. Warme Worte für die Beschäftigten und die Forderung nach dem Einhalten des gesetzlichen Mindeststandards mit Blick auf den Sozialplan, das ist nicht genug. Die Stadt muss alles in ihrer Macht Stehende tun, um die Beschäftigten, deren Familien und die betroffenen Unternehmen zu unterstützen. Darum haben wir den Antrag für eine Sondersitzung des Stadtrates eingereicht.“
Mit der Sondersitzung möchten die beiden Fraktionen in einem gemeinsamen Antrag darauf hinwirken, dass Oberbürgermeister und Stadtverwaltung im Schulterschluss mit dem Land für den Erhalt des Standortes kämpfen und wenn dies nicht gelingen sollte, Maßnahmen ergreifen, um den 2.700 Beschäftigten eine Perspektive zu ermöglichen.
Karola Stange
(Fraktion Die Linke)
André Grenzdörffer
(Fraktion SPD & PIRATEN)

