Und jährlich grüßt das Murmeltier
Mit Entsetzen und äußerster Irritation haben wir zur Kenntnis genommen, dass für die Jahre ab 2027 die nächste Erhöhung der Eintrittspreise bei der ega vorgesehen sind.
Die Fraktionsvorsitzende der Linken, Karola Stange: „Nach den langjährigen Diskussionen in den vergangenen Jahren zu genau dieser Problematik ist es für mich nicht zu verstehen, dass der Aufsichtsrat am 28.10.2025 einstimmig sein Okay dafür gegeben hat.“ Im Aufsichtsrat der ega sitzen von CDU, SPD und AfD entsendete Mitglieder.
Neben der allgemeinen Preisanhebung von rund 5-10 % sollen nun auch schon Kinder ab 4 anstatt wie bisher 6 Jahren Eintritt zahlen. Auch die Saisonkarte für 60 € wird ersatzlos gestrichen. Übrig bleibt nur die Jahreskarte, die 2028 mit 85 € über 20% teurer ist als heute.
Empört äußert sich Frau Stange: „Warum greift die Stadt den Familien in die Tasche, die mit kleinen Kindern oft sowieso schon an der finanziellen Belastungsgrenze sind? Noch absurder wird es, da auf unsere Nachfrage wie viel dies finanziell einbringen soll, die Verwaltung antwortete, dass sie mit einem mittleren fünfstelligen Betrag rechnen.“
Die Fraktion hat daraufhin im Ausschuss den Antrag gestellt die Erhöhungen zurück zu nehmen. Dieser wurde jedoch abgelehnt.
Die Linke ist der Meinung, dass Preiserhöhungen wie diese bei der ega weder vom Ausschuss und schon gar nicht von der Geschäftsführung festgelegt werden dürfen. Wir sind der Meinung, dass dies einzig der Stadtrat entscheiden darf. Da die Verwaltung dies anders sieht klagen wir vorm Verwaltungsgericht in Weimar gegen dieses städtische Vorgehen.
Abschließend sagt die Fraktionsvorsitzende: „Der Wirtschaftsplan der ega 2026 hat in der von den Abgeordneten der Linken im Wirtschaftsausschuss keine Zustimmung erhalten. Der egapark ist wie das Theater, die Bäder und der Zoo schon immer ein Zuschussgeschäft gewesen. Unter anderem diese Einrichtungen sind es, die Erfurt für alle lebenswert machen. Darum wird sich Die Linke immer dafür einsetzen, die Belastung für die Bürgerinnen und Bürger so gering wie möglich zu halten.

