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Erfurter Wohnungsmarkt braucht konkrete Impulse

Paul Gruber & Carolin Held

„Den vielen Worten und Erklärungen zur Entwicklung des Erfurter Wohnungsmarktes müssen nun endlich auch erste konkrete Maßnahmen folgen und hier wird die Linke im Erfurter Stadtrat aktiv werden, informiert Carolin Held, Wohnungspolitische Sprecherin der Linken Fraktion im Erfurter Stadtrat.

So fordert die Linke eine Kapitalzuführung zur KOWO, damit diese das Wohnungsbauvorhaben am Johannesplatz (Johann II) umsetzen kann. Hierfür sind 10 Mio. EUR notwendig. Dieses Geld ist kein verlorener Zuschuss, sondern letztlich für die Stadt eine Kapitalanlage, die es durch ein höheres Eigenkapital der KOWO ermöglicht, dieses Wohnungsbauvorhaben auch umzusetzen. „Eine solche Kapitalanlage ist sinnvoll, rentabel und stärkt den Erfurter Wohnungsmarkt“, begründet Paul Gruber, Mitglied im Stadtentwicklungsausschuss, die Initiative der Linken. Die 10 Mio. EUR hat die Stadt aktuell in einer Rücklage vorhanden. Diese Rücklage, die sich aktuell auf rund 22 Mio. EUR beläuft, muss auf Forderung der Kommunalaufsicht ohnehin aufgelöst werden.

Des Weiteren fordert die Linke eine fortlaufende Analyse des Erfurter Wohnungsmarktes, um schneller und flexibler auf Entwicklungen reagieren zu können. Der zuständige Fachausschuss hat diesem Vorschlag zugestimmt. Endgültig entscheidet der Stadtrat am 25. Juni 2025 darüber.

„Der Vorschlag der Verwaltung, diese Analyse im angekündigten Wohnungsmasterplan vorzunehmen, ist aus Sicht der Linken nicht effizient, weil die Analyse periodisch aktualisiert werden muss und dies als Bestandteil eines Masterplanes nicht umsetzbar ist“, erläutert Gruber.

Zudem fordert Die Linke ein Konzept für die Schaffung barrierefreier Wohnungen. Eine Analyse hat ergeben, dass in Erfurt in den nächsten zehn Jahren ca. 8.000 zusätzliche barrierearme und -freie Wohnungen geschaffen werden müssen.

„Diese Herausforderung muss zwingend im Wohnungsmasterplan einen besonderen Stellenwert bekommen“, ist Frau Held überzeugt. Auch hier empfiehlt der Fachausschuss dem Stadtrat Zustimmung.

Es ist zu befürchten, dass das Ziel des zuständigen Dezernenten Lars Bredemeier, jährlich 3.000 neue Wohnungen und die in einfacher Bauausführung zu schaffen, die notwendige Anzahl barrierearmer und -freier Wohnungen nicht ausreichend berücksichtigt. „Als Linke haben wir deshalb diese Wohnungsform als Schwerpunkt definiert und erwarten die Umsetzung im Wohnungsmasterplan, so Paul Gruber abschließend.

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