Der Erfurter Ostermarsch 2026 setzt ein Zeichen gegen Kriegspolitik und militärische Eskalation. Start der Demonstration ist am 2. April um 16 Uhr auf dem Anger. In Zeiten wachsender militärischer Spannungen und massiver Aufrüstung ruft ein breites Bündnis aus Parteien, Friedensinitiativen und sozialen Bewegungen zum Ostermarsch 2026 in Erfurt auf.
Unter dem Motto „Friedenslogik statt Sicherheitslogik!“ beginnt die Demonstration am 2. April 2026 um 16:00 Uhr auf dem Erfurter Anger.
Die Organisator*innen wenden sich nicht nur gegen die aktuelle Kriegstreiberei im Nahen Osten, sondern warnen vor weiteren Eskalationen internationaler Konflikte wie Afghanistan, Syrien, Sudan, Venezuela, Kuba und nicht zuletzt der Ukraine. Während weltweit Kriege und militärische Auseinandersetzungen zunehmen, fließen auch in Deutschland hunderte Milliarden Euro in Rüstungsprogramme und militärische Infrastruktur. „Das Faustrecht von selbsternannten Weltpolizisten darf nicht zum bestimmenden Politikprinzip werden!", erklären die Veranstalter.
So könne man Völkerrecht nicht durchsetzen. Für Frieden brauche es eine Politik der Diplomatie, Abrüstung und internationalen Zusammenarbeit. Internationale Beziehungen müssen auf der Charta der Vereinten Nationen und dem Völkerrecht beruhen – nicht auf militärischer Drohpolitik und geopolitischen Machtinteressen. Gleichzeitig kritisiert das Bündnis die sozialen Folgen der Aufrüstung. Während Milliarden in militärische Programme fließen, bleiben zentrale gesellschaftliche Aufgaben ungelöst. Pflege, Bildung, Infrastruktur und Klimaschutz seien seit Jahren chronisch unterfinanziert.
Das Erfurter Friedensbündnis fordert daher eine politische Kehrtwende: Investitionen in soziale Sicherheit, Gesundheitsversorgung, Bildung und Klimaschutz statt in Waffen und Militär! Die Veranstalter verweisen auf die katastrophalen Folgen militärischer Eskalation. Waffenlieferungen verlängerten Konflikte und erschwerten politische Lösungen. Notwendig seien stattdessen Verhandlungen, zivile Konfliktbearbeitung und internationale Vermittlung. Der Ostermarsch richtet sich gegen die zunehmende Militarisierung der Gesellschaft. Scharf kritisiert werden unter anderem die geplante Stationierung von US-Mittelstreckenraketen in Deutschland, militärische Werbung an Schulen sowie die stärkere Präsenz der Bundeswehr im öffentlichen Raum.
Zu den zentralen Forderungen des Ostermarsches gehören unter anderem:
• Schluss mit Waffenlieferungen in Kriegsgebiete
• Stopp der Aufrüstung der Bundeswehr
• Diplomatie statt militärischer Eskalation
• Beitritt Deutschlands zum UN-Atomwaffenverbotsvertrag
• Schutz und Asyl für Kriegsdienstverweigerer und Geflüchtete
Auch regionale Themen werden aufgegriffen. Das Bündnis kritisiert etwa geplante Investitionen in militärische Infrastruktur in Thüringen und fordert stattdessen mehr Mittel für Bildung, Gesundheit und soziale Projekte. Der Ostermarsch verbindet den Einsatz für Frieden ausdrücklich mit sozialen und ökologischen Fragen. Krieg und Aufrüstung verschärften weltweit Ungleichheit, Armut und Umweltzerstörung. „Frieden kann es nur in internationaler Solidarität geben“, heißt es im Aufruf. Die Demonstration beginnt mit einer Auftaktkundgebung am Anger, führt anschließend über Zwischenstopps an der Thüringer Staatskanzlei und dem Fischmarkt und endet an der Barfüßerruine, wo traditionell das Friedensbrot gebrochen wird.
Die Organisator*innen betonen, dass es sich um ein überparteiliches Bündnis handelt, in dem Nationalismus, Rassismus und völkische Ideologien keinen Platz haben.
Zur Vorbereitung der Veranstaltung lädt das Bündnis zu Infoständen ein:
• 25.03. und 31.03., 15:00–17:00 Uhr
• 28.03., 14:00–16:00 Uhr jeweils Angerdreieck, Erfurt
Dort besteht die Möglichkeit, mit Vertreter*innen des Friedensbündnisses ins Gespräch zu kommen.
Veranstaltungsort: Anger - Vor Anger 1
Anger 1
99084 Erfurt

